Gentechnik
= Genmanipulation = genetic engineering Methoden zur Verbindung von
DNA-Molekülen unterschiedlicher Herkunft und Bildung neuer, rekombinierter
DNA.
Quelle:
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Primrose, S.B: 1987. Biotechnologie:
Grundlagen, Anwendungen, Perspektiven. Aus dem Englischen übersetzt
von Sebastian Vogel. Spektrum-der-Wissenschaft-Verlagsgesellschaft
1990.
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Gentechnik
Methode zur gezielten künstlichen Veränderung der Erbinformation.
Gentechnologie
Zur Gentechnologie gehören alle Methoden, mit denen die Erbsubstanz
(DNA, Desoxyribonukleinsäure) aus Organismen isoliert, vorhersehbar
und kontrollierbar verändert und wieder in Organismen eingefügt werden
kann (in vitro-Neukombination). In vielen Fällen lassen sich gentechnisch
veränderte Organismen in fast beliebigem Umfang vermehren; da sie
alle genetisch identisch sind, handelt es sich dabei um einen sog.
"Klon" (genetisch identische Individuen). Bis auf sehr wenige Ausnahmen
besitzen alle Lebewesen die gleiche Erbsubstanz und den identischen
genetischen Code. Die Gentechnologie kann daher bei allen Organismen
- Viren, Bakterien, Pflanzen und Tieren, einschließlich des Menschen
- angewandt werden. Es ist ogar möglich, die DNA über Artgrenzen hinweg
in fremde Organismen zu inserieren. Durch gezielte Veränderungen des
"Informationsträgers" DNA lassen sich in Organismen die Funktionsträger",
nämlich die Proteine, verändern. Dadurch besteht die Möglichkeit,
durch Veränderungen des Genotyps den Phänotyp von Lebewesen zielgerichtet
zu modifizieren - mit vielen positiven Anwendungen, z.B. in der Medizin
(Biopharmaka, Gentherapie) aber auch in der Landwirtschaft (verbesserte
Lebensmittel: durch "Golden Rice" kann z.B. in Entwicklungsländern
der gesundheits- und lebensbedrohliche Vitamin A-Mangel behoben werden)
und im Umweltschutz. Die Methodik der Gentechnologie hat einen natürlichen
Ursprung. Auch in der Natur sind Organismen in der Lage, genetische
Informationen (auch über Artgrenzen hinweg) auszutauschen. Bei Bakterien
finden diese Transformationsprozesse relativ häufig statt. Viren können
als Transportvehikel funktionieren, die fremde DNA sogar in die Erbsubstanz
hochentwickelter Säugetiere einfügen können. Für die Fachwelt war
es daher keineswegs überraschend, dass im Rahmen der Sequenzierung
des Humangenoms lange Sequenzabschnitte "fremder" DNA im menschlichen
Erbgut gefunden wurden.
Rekombination
Neukombination beziehungsweise Umordnung von Genen durch natürliche
Vorgänge wie die Meiose oder in isolierter DNA durch gentechnologische
Prozesse.
Quelle:
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Primrose, S.B: 1987. Biotechnologie:
Grundlagen, Anwendungen, Perspektiven. Aus dem Englischen übersetzt
von Sebastian Vogel. Spektrum-der-Wissenschaft-Verlagsgesellschaft
1990.
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